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Beschreibung  panorama

Bethal

POI: -26.459068, 29.468894
Bethal ist eine Stadt in der südafrikanischen Provinz Mpumalanga, die aus einer Farmsiedlung hervorging und heute zum Gemeindeverband Govan Mbeki Municipality gehört. Sie erlangte 1959 durch den so genannten Kartoffelboykott überregionale Bekanntheit. Laut Volkszählung von 2011 hatte Bethal 60.779 Einwohner.
Geographie
Die Stadt liegt an der Nationalstraße N17. Es existiert ein Eisenbahnanschluss. Südlich des Zentrums liegen zwei kleine Townships mit den Namen Bethal und eMzinoni. Die Landschaft in der Umgebung der Kleinstadt ist hügelig und durch Farmland geprägt. Die Region gehört zum Highveld. Hier gibt es ausgedehnte Kohlevorräte in permischen Ablagerungen der Karoo-Supergruppe.
Geschichte
Die Siedlung Bethal wurde 1880 als Teil der größeren Farm Blesbokspruit gegründet. Der Name ist eine Wortkomposition, die von den Gründern und Eigentümern erschaffen wurde, in dem sie Teile der Vornamen ihrer Ehefrauen, die Schwestern waren, miteinander verbanden. Der Ortsname setzt sich demzufolge aus Elizabeth du Plooy und Alida Naude zusammen. Die landwirtschaftlich geprägte Farmansiedlung ist ein traditionelles Zentrum des Kartoffelanbaus. Im Jahr 1910 errichtete man ein kleines Rathaus (Old Magistrate’s Office). Dieses heute noch erhaltene historische Gebäude beherbergt nun ein Museum, das Nomoya Masilela Museum. Kartoffelboykott Überregionale Bekanntheit erlangte der Ort ab dem Jahr 1959 durch den Kartoffelboykott (Bethal Potato Boycott). Die damalige Situation der überwiegend schwarzen Farmarbeiter führte zu einer ausgedehnten Aktivität von Gewerkschaftern und politischen Akteuren, um die unzumutbaren Arbeitsbedingungen auf den Farmen um Bethal zu thematisieren. Erwachsene und Kinder mussten bei allen Witterungsbedingungen mit bloßen Händen die Feldarbeiten verrichten. Die Art und Weise des Umgangs mit den Arbeitern führte zu mehreren Todesfällen. Im Jahr 1946 waren durch die Arbeitsagentur Bethal’s Arbeidsvereeniging, ein Serviceunternehmen der Farmbetriebe, 40.000 Landarbeiter im damaligen Distrikt Bethal tätig. Sie stammten überwiegend aus dem Ausland, kamen aus dem benachbarten Südrhodesien sowie dem weiter nördlichen Njassaland und besaßen keine behördlichen Aufenthaltsbewilligungen. Die ausbeuterischen Arbeitsverhältnisse in der Landwirtschaft führten zu anhaltenden Konflikten mit den rechtlosen Arbeitsmigranten. Am 9. September 1949 berichtete die Regionalzeitung Bethal Echo's, dass der Justizminister Charles Robberts Swart ein hier errichtetes Privatgefängnis eröffnet hatte. In diesem Zusammenhang forderte der Minister die Farmer auf, weitere Privatgefängnisse für die Landarbeiter zu bauen; eine Idee seines Amtsvorgängers Harry Lawrence. Gefängnisse solcher Art wurden durch die Farmervereinigung erbaut und mit Personal der staatlichen Gefängnisbehörde (Prison Department) besetzt. Die Häftlinge verlieh die Behörde als Niedriglohnarbeiter an die Farmunternehmen der Region für ein Preis von neun Pence pro Tag. Nach diesem Muster arbeiteten…   ... (Deutsch)
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