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Beschreibung  panorama

Goldene Madonna

POI: 51.455833, 7.013611
Die Goldene Madonna ist eine Marienfigur des Essener Domschatzes. Mit einer Entstehungszeit um 980 ist sie die älteste erhaltene vollplastische Marienfigur der abendländischen Kunst. Neben dem Kölner Gerokreuz ist sie eines der wenigen erhaltenen ottonischen Großkunstwerke. Heute ist die Marienfigur noch immer ein hochverehrtes Kultbild und eine Identifikationsfigur des Ruhrgebietes mit seiner Geschichte. Der Name Goldene Madonna ist erst im 19. Jahrhundert aufgekommen. In den alten Manuskripten wie dem Essener Liber Ordinarius, einer um 1370 entstandenen Handschrift mit liturgischen Anweisungen für das Essener Damenstift, wurde sie als dat gulden bild onser vrouwen oder ymago aurea beatae Mariae Virgine bezeichnet. Das Schatzverzeichnis des Stiftes Essen von 1626 nennt Noch ein gross Marienbelt, sitzend uff einen sthuell mit lauteren golt uberzogen. Die Benutzung des Begriffs „Madonna“ illustriert das Staunen der Romantik vor der Schöpfung des Mittelalters, die in dem Schatzverzeichnis des Stiftes erst unter Nr. 32 aufgeführt wurde.
Die Statue
Entstehungszeit und Entstehungsort
Datiert wird das goldene Bild in die Zeit um 980. Damit entstand die Madonna in der Regierungszeit der Essener Äbtissin Mathilde II. (971–1011), die eine Enkelin Kaiser Ottos des Großen war. Unter Mathilde und ihren Nachfolgerinnen Sophia (1012–1039) und Theophanu (1039–1058), die alle dem ottonischen Königshaus angehörten, erlebte das der Heiligen Dreifaltigkeit, der Jungfrau Maria und den Heiligen Cosmas und Damian geweihte Stift Essen eine Blütezeit, aus der die wertvollsten Kunstwerke des Essener Domschatzes stammen. Entstehungsort und Künstler der Goldenen Madonna sind unbekannt; die Essener örtliche Überlieferung gibt Köln oder Hildesheim als mögliche Entstehungsorte an, wo eine wenig später entstandene Madonnenfigur erhalten ist. Dabei ist Köln wahrscheinlicher. Hierfür sprechen stilistische Ähnlichkeiten der Ausführung des Faltenwurfes beim Gewand der Madonna mit dem Schurz des Corpus des auf 982 datierten Otto-Mathilden-Kreuzes, das sich ebenfalls im Essener Domschatz befindet. Dieser Corpus ist vom Typus des Kölner Gerokreuzes, so dass das Otto-Mathilden-Kreuz und damit indirekt die Madonna einer Kölner Goldschmiedewerkstatt zugeschrieben wurde. Aufgrund der zweifelsfreien Herkunft der Emails des Otto-Mathilden-Kreuzes aus der Trierer Egbert-Werkstatt wird die Kölner Herkunft des Kreuzes allerdings in Zweifel gezogen. Auch der Nimbus des Kindes und der bereits im 11. Jahrhundert entfernte Nimbus der Madonna selbst waren reich mit Goldemails besetzt, die teilweise an anderen Stücken des Essener Domschatzes als Spolien verwendet wurden. Diesen Emailtäfelchen fehlen zwar einige Charakteristika der Trierer Egbert-Werkstatt, eine zweite Emailwerkstatt im Reich ist jedoch nicht nachweisbar und aufgrund der schwer beherrschbaren Technik bei der Emailherstellung auch eher unwahrscheinlich. Der Kreis der möglichen Herstellungsorte der Madonna ist um Trier als…   ... (Deutsch)
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