Panorama von Bourse de commerce (Paris). Virtuelle Tour durch Bourse de commerce (Paris). Karte von Bourse de commerce (Paris)

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Beschreibung  panorama

Bourse de commerce (Paris)

POI: 48.862731, 2.342780
Die Bourse de commerce in Paris ist ein Rundbau aus dem Ende des 19. Jahrhunderts, der als Warenbörse diente. Das in der Rue de Viarmes (1. Arrondissement) sich befindende Gebäude ist seit 1975 ein geschütztes Baudenkmal (Monument historique). Die nächsten Stationen der Pariser Métro sind Louvre – Rivoli (Linie 1) und Les Halles (Linie 4)
Geschichte
Bereits im 13. Jahrhundert stand an gleicher Stelle ein Hôtel particulier, das in späteren Zeiten als Hôtel d'Albret bezeichnet wurde. Die Königinmutter Katharina von Medici ließ nach 1572 die Gebäude umbauen und vergrößern. Aus dieser Zeit stammt die heute noch neben der Bourse de commerce stehende kannelierte Säule, die von dem Astrologen Cosimo Ruggieri zur Sternenbeobachtung benutzt worden sein soll. In dem Hôtel de Soissons, benannt nach dem neuen Eigentümer, einem Comte de Soissons, wurde 1720 die Börse von Paris eingerichtet. Nach dem Abriss der Gebäude um 1748 wurde das Grundstück neu bebaut. Der Architekt Nicolas Le Camus de Mézières errichtete nach 1763 eine Halle aux blés (Getreidehalle), die als Rundbau von 122 Metern Umfang und 25 Arkaden einen offenen Innenhof umschloss. 1783 wurde der Innenhof durch den Schreiner André-Jacob Roubo mit einer freitragenden hölzernen Kuppel von 39,5 Metern Durchmesser überwölbt, nur etwa vier Meter geringer als die Spannweite der Kuppel des Pantheons in Rom. Nachdem die hölzerne Kuppel 1802 abgebrannt war, wurde sie 1811 durch eine Stahlskelettkuppel des Architekten François-Joseph Bélanger und des Ingenieurs François Brunet ersetzt, die zunächst mit Kupferblechen und seit 1838 mit Glas gedeckt war. Als Assistent fungierte 1811 der gerade seit einem Jahr in Paris lebende Kölner Architekt Jakob Ignaz Hittorff. Nach einem Brand im Jahr 1854 wurde die Halle aux blés (Weizenhalle) 1873 geschlossen und 1885 an die Chambre de commerce et d'industrie de Paris (Industrie- und Handelskammer von Paris) verkauft.
Architektur
Die Chambre de commerce et d'industrie ließ das Gebäude 1888/89 von dem Architekten Henri Blondel (1821−1897) zu einer Warenbörse umbauen. Nun wurde der Innenhof des Rundbaus neu gestaltet und das Mauerwerk aus Backstein wurde mit Hausteinen der Region verkleidet. Seit 1975 stehen die Kuppel und die Bemalung unter Denkmalschutz. Nach der umfassenden Restaurierung im Jahr 1989 finden im überdachten Innenhof kleinere Messen und Ausstellungen statt. Die Warenbörse existierte bis 1998 und wurde dann von der Euronext übernommen. An der Westseite des Rundbaus befindet sich das monumentale Portal mit vier hohen, kannelierten Säulen und mächtigen korinthischen Kapitellen. Darüber erhebt sich ein Dreiecksgiebel, der von drei allegorischen Figuren bekrönt wird, die von dem Bildhauer Aristide Croisy geschaffen wurden. Der große überdachte Innenhof wird von Gemälden geschmückt, die von den Malern Alexis-Joseph Mazerolle (1826−1889), Évariste-Vital Luminais (1822−1896), Désiré-François Laugée (1823−1896), Victor Georges Clairin (1843−1919) und Hippolyte…   ... (Deutsch)
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