Panorama von Ablach (Krauchenwies). Virtuelle Tour durch Ablach (Krauchenwies). Karte von Ablach (Krauchenwies)

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Beschreibung  panorama

Ablach (Krauchenwies)

POI: 48.020833, 9.225000
Das Dorf Ablach ist ein Teilort der Gemeinde Krauchenwies mit 682 Einwohnern (Stand: 31. Dez. 2010) und liegt etwa zwei Kilometer westlich des Hauptorts Krauchenwies im Landkreis Sigmaringen (Baden-Württemberg).
Geographie
Geographische Lage
Ablach liegt ungefähr zehn Kilometer südlich von Sigmaringen und rund 25 Kilometer nördlich des Bodensees. Das Dorf liegt am gleichnamigen Fluss Ablach im Ablachtal, das durch eiszeitliche Gletscher geformt worden ist. Ablach liegt am südlichen Rand des Naturparks Obere Donau.
Geschichte
Schon früh siedelten Kelten im Ablachtal, davon zeugt schon der Name Ablach selbst. „Abela“ enthält vielleicht den indogermanischen Bestandteil *ab- „Wasser, Wassergeist“ mit einem unidentifizierten Suffix -ela [?] oder eine Insel der Unsterblichen in der keltischen Anderswelt heißt im Irischen „Emain Ablach“ (Insel der Äpfel). Einzelfunde vom Ennetacher Berg bezeugen das Vordringen der Kulturgruppe „Magdalénien“. Angeblich fanden sich westlich vom Ort Spuren einer römischen Niederlassung. Noch in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts erzählten Leute von einem Schloss auf dem gegen Ablach vortretenden Rücken. Über dem Steilabfall gegen Süden wurden 1929 vom deutschen Archäologen Oscar Paret römische Ziegel gefunden. Allgemein wird hier von einer sogenannten Volksburg gesprochen. Ins Jahr 1202 datiert die erste urkundliche Erwähnung eines Heinricus de Abilach als Zeuge der Urkunde des Diethelm von Krenkingen, Bischof von Konstanz und Abt im Kloster Reichenau. Der Ort lag ursprünglich im Bereich der Goldineshuntare, dann im Gau Ratoldesbuch und später in der Grafschaft Sigmaringen. In späteren Urkunden sind mehrfach Herren von Ablach bezeugt. In einer Urkunde vom 27. Januar 1292 ist von einer Burg die Rede, nach welcher sich ein Johannis de Ablach nannte. Besitz und Rechte im Ort hatte im 13. und 15. Jahrhundert auch das Kloster Wald. Die von Ablach waren zu dieser Zeit eine ministerial-niederadlige Familie. Ein Renz von Ablach, wohl der Vater der Nonne Anne von Ablach (28. Januar 1367), war Lehensmann der Truchsessen von Rohrdorf-Meßkirch. Weiterhin wird ein Fridrich von Ablach (auch Friedrich genannt), der wohl ein Jurist und Fürsprecher beim bischöflichen Gericht in Konstanz war. Ablach kam bereits im 13. Jahrhundert an das Haus Habsburg. Österreich vergab Ablach als Pfandschaft, behielt aber die Oberherrschaft. Die Pfandherren waren die von Hornstein-Hertenstein. Im Jahre 1453 kaufte Werner von Zimmern das ganze Dorf Ablach samt allem Zubehör für 650 Gulden. Ab circa 1595 kam Ablach zu den Schenken von Castell-Gutenstein. 1805 ordnete Napoleon die politischen Grenzen in Mitteleuropa neu, dabei wurde die Landeshoheit über Ablach von Österreich an Württemberg übergeben und ging 1810 durch Vertrag an Baden. Mit Vertrag vom 22. und 27. Juni 1812 wurde Ablach im Tausch gegen das Dorf Rast dem Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen zugesprochen. Im Zweiten Weltkrieg blieb Ablach lange Zeit verschont. Jedoch rückte…   ... (Deutsch)
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