Panorama von Bremer Roland. Virtuelle Tour durch Bremer Roland. Karte von Bremer Roland

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Beschreibung  panorama

Bremer Roland

POI: 53.075864, 8.807303
Der Bremer Roland, eine 1404 errichtete Rolandstatue auf dem Marktplatz vor dem Rathaus, ist ein Wahrzeichen Bremens. Seit 1973 steht der Roland unter Denkmalschutz und wurde 2004 gemeinsam mit dem Rathaus von der UNESCO zum Weltkulturerbe der Menschheit erklärt. Die Figur hat eine Höhe von 5,47 Metern und steht auf einem 60 Zentimeter hohen, gestuften Podest. Im Rücken wird sie von einem Pfeiler gestützt, der von einem gotisch ornamentierten Baldachin gekrönt wird. So erreicht das Denkmal eine Gesamthöhe von 10,21 Metern und ist damit die größte freistehende Statue des deutschen Mittelalters.
Bedeutung
Dargestellt ist der aus Liedern und Epen (Rolandslied) bekannte Heerführer und angebliche Neffe Karls des Großen. Roland steht also auf dem Markt als Repräsentant des Kaisers, er verkündet und garantiert die Marktrechte und Freiheiten, die der Stadt angeblich verliehen worden waren. So drückt es auch die Inschrift des (allerdings wohl 1512 erneuerten) Schildes aus: Die Attribute Rolands, der durch Rüstung (Kettenhemdkragen, Brustpanzer, Beinschienen) und Haartracht als freier Mann von ritterlicher Lebensführung charakterisiert ist, verbildlichen und präzisieren das noch: Das erhobene Schwert ist hier eher ein Symbol städtischer Gerichtsbarkeit als das Standesabzeichen des Ritters, denn ihm fehlt die am Gürtel befestigte Schwertscheide. Der Schild mit dem Doppeladlerwappen des Reiches ist Zeichen des so lange umkämpften Bremer Anspruches auf Reichsfreiheit. Die kleine Gestalt unter den Füßen Rolands wird von der Forschung überwiegend als unterworfener Friesenhäuptling interpretiert. Für Standort und Blickrichtung der Figur sind die Nähe zum (zeitgleich errichteten) Rathaus und der Bezug auf die Straßenachse Ostertor-Obernstraße wichtig. Während man früher den etwa in Richtung Dom weisenden Blick Rolands als eine gegen den erzbischöflichen Stadtherrn gerichtete Machtgeste ansah, so wird heute mit guten Gründen eine demonstrativ gegen Kirche und Erzbischof gerichtete Botschaft dieser Ausrichtung bestritten.
Geschichte
Ein Vorgänger des Bremer Roland bestand aus Holz und war in der Nacht vom 28. auf den 29. Mai 1366 von Kriegern des Erzbischofs Albert II. umgestürzt und verbrannt worden. Er hatte – wie der neue – das kaiserliche Wappen getragen und war, wie die anderen ältesten Rolandstatuen auch, wohl in den 1340er oder 50er Jahren aufgestellt worden. 1404, noch vor dem Baubeginn des Rathauses, ließ der Bremer Rat den neuen, steinernen Roland errichten. Die Steinmetzen Claws Zeelleyher und Jacob Olde wurden dafür mit 170 Bremer Mark bezahlt. Die Figur wurde aus Elmkalkstein, der Pfeiler aus Obernkirchener Sandstein gefertigt und war zunächst farbig gefasst. Im 18. Jahrhundert wurde er grau bemalt, später bevorzugte man den sichtbaren Stein mit sparsamer Kolorierung. Um 1811 geriet der Roland vorübergehend in Gefahr, abgerissen zu werden, als man für den Platz eine Markthalle plante, die aber durch das Ende der französischen Herrschaft nicht…   ... (Deutsch)
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by Panoramio
Roland l'eroe di Brema
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Rathaus und Roland mit St.-Petri-Dom Bremen, UNESCO Weltkulturerbe *Contest*
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St. Petri Dom Bremen, built 11th – 13th Century *Contest*
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lampioni su vetrata duomo
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Marktplatz, Bremen (Germany)
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macinini per fontana!
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