Panorama von Sarrasani. Virtuelle Tour durch Sarrasani. Karte von Sarrasani

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Beschreibung  panorama

Sarrasani

POI: 51.059119, 13.745347
Sarrasani war der Name eines bekannten Zirkus-Unternehmens, das in Dresden ansässig war. Mit der Zerstörung des 1912 eingeweihten festen Zirkusbaus in der heutigen Sarrasanistraße in der Inneren Neustadt im Zweiten Weltkrieg ging der Zirkus Sarrasani in Deutschland unter. 1956 erfolgte die Neugründung durch Fritz Mey, den Vater des heutigen Zirkuschefs André Sarrasani.
Zirkusbetrieb
Hans Stosch-Sarrasani sen.
Seit Ende des 18. Jahrhunderts ist eine Familie Stosch in der Lößnitz nachweisbar. Der „Oeconom und Weinberg-Besitzer“ Ferdinand Traugott Stosch (1794–1855) war Mitglied des Gemeinderats von Oberlößnitz. Sein Neffe Albert Stosch (1835–1900), Vater von Hans Erdmann Franz Stosch, setzte sich ab 1895 in Oberlößnitz zur Ruhe. Sein 1873 in Lomnitz (Posen) geborener Sohn Hans schloss sich 1888 der bayrischen Wanderschau Kolzer an und arbeitete sich vom Stallburschen zum bekannten Dressur-Clown hoch, als welcher er sich ab 1892 den Künstlernamen „Giovanni Sarrasani“ gab. Sarrasani trat bereits vor 1900 in Strehlen, einem Stadtteil von Dresden, seiner späteren Zirkusheimat, mit einem Minizirkus auf, der aus Hunden, Affen, einem Bären und einem Schwein bestand.
Circus Sarrasani
Am 20. März 1901 zog er in das zu Oberlößnitz benachbarte Radebeul in die Gartenstraße 30. In einem Nebengebäude auf dem Grundstück Gartenstraße 54 baute er im Winter des Jahres mit Unterstützung einheimischer Handwerker, unter anderem des Stellmachermeisters Paul Thalheim, ein eigenes Zirkusunternehmen auf. Dieser Wanderzirkus mit 3600 Plätzen erlebte am 30. März 1902 in Meißen seine Premiere als „Circus Sarrasani“, der „modernste Circus der Jetztzeit“. Ab 1904 ergänzte sein Inhaber und Direktor den bisherigen Familiennamen um den Künstlernamen und nannte sich fortan Hans Stosch-Sarrasani mit dem Zusatz sen., zur Unterscheidung von seinem 1897 geborenen Sohn Hans Stosch-Sarrasani. Der „größte und eleganteste Zelt-Circus Europas“ (aus einer Sarrasani-Anzeige von 1902) ging von Radebeul aus auf Reisen. Sein Weg führte ihn regelmäßig in die Residenzstadt Dresden, die durch Gastspiele von Ernst Renz als „gute Zirkusstadt“ bekannt war. Sarrasani spielte dort mit Vorliebe auf dem freien Platz neben dem Jägerhof in der Neustadt, wo bereits 1746 ein Hetz-Amphitheater gestanden hatte.
Circus-Theater 5000
Nachdem Stosch-Sarrasanis Versuche, einen stationären Zirkus zu errichten, in anderen Städten wie Berlin fehlgeschlagen waren, orientierte er sich auf das Gelände in Dresden-Neustadt und fand bei den Stadtvätern Dresdens großes Entgegenkommen. Am 27. Mai 1910 verkaufte die Stadtgemeinde Dresden diesen inzwischen erweiterten „nach vorläufiger Maßermittlung ungefähr 5632 m² großen Baublock zum Preise von 80 (achtzig) Mark - Pf für den m² [an Hans Stosch-Sarrasani sen. (Hans Erdmann Franz Stosch) mit der Auflage,] binnen einunddemselben Jahre von der Übergabe des Landes an einen massiven Zirkus zu errichten, der im Innern allen Ansprüchen der Neuzeit und in seiner…   ... (Deutsch)
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Hauptstrasse
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Blick in die Altstadt
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Dresden
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Der Goldene Reiter bei Mondschein.
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Goldener_Reiter
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Ulrich Hässler, Dresden
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Das Riesenrad am Goldenen Reiter
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070 Dresden, Goldener Reiter
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