Panorama von Waisenbrücke. Virtuelle Tour durch Waisenbrücke. Karte von Waisenbrücke

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Beschreibung  panorama

Waisenbrücke

POI: 52.514744, 13.415308
Die Waisenbrücke war eine mit rotem Sandstein verkleidete Steinbrücke im Bezirk Mitte von Berlin. Sie verband die nördlich der Spree gelegene Littenstraße, bis 1951 Neue Friedrichstraße mit dem südlich der Spree gelegenen Märkischen Platz, von dem Wallstraße und Am Köllnischen Park abführten. Nach der Sprengung 1945 vor dem Einmarsch der Roten Armee wurde die Brücke behelfsmäßig repariert. Das Bauwerk wurde 1960 abgebaut, als es weitere wieder funktionsfähige Spreequerungen in der Nähe gab. An den Bau erinnern noch beidseitig sichtbare steinerne Widerlager. Die Brücke lag östlich der Mühlendammschleuse.
Geschichte
Ursprünglich befand sich am Ort der Waisenbrücke eine hölzerne Jochbrücke mit fünf Klappenpaaren für die Schiffspassage. Diese hatte im 18. Jahrhundert sehr große Bedeutung für die Stadt, was nicht zuletzt an den großzügigen Maßen von 83 Metern in der Länge und 6,90 Metern in der Breite lag. Die Brücke erhielt ihren Namen nach dem Ende des 17. Jahrhunderts in der Nähe erbauten „Großen Friedrich-Hospital“, das auch als Pflegeheim für Waisen diente und 1908 abgerissen wurde. Vergleiche dazu auch Waisenstraße, die parallel zur Littenstraße liegt. Nach fast 200 Jahren Nutzungsdauer und dem inzwischen erfolgten Ausbau Berlins als königliche Residenzstadt ließ der Berliner Magistrat 1892–1894 eine Steinbrücke zum Ersatz an derselben Stelle errichten. Steinbrücken galten generell als stabiler und weniger reparaturanfällig, sie konnten auch ohne Klappen und mit größeren Spannweiten gebaut werden. Die neue Waisenbrücke wurde mit roten Sandsteinplatten aus dem Maingebiet verkleidet. Über den säulenähnlich verzierten beiden mittleren Pfeilerköpfen erhielt das Bauwerk Balkons. Die Sichtflächen wurden mit Reliefs geschmückt und das Geländer als Baluster gestaltet. Acht schmiedeeiserne mehrarmige Gaskandelaber spendeten den Brückenbenutzern nachts Licht. Die Brücke besaß eine Breite von 21,5 m mit einer Länge von 91 Metern. Im Jahr 1945 wurde das südliche Gewölbe der Brücke gegen Ende des Zweiten Weltkrieges von deutschen Wehrmachtstruppen gesprengt. Eine bald darauf errichtete Notbrücke, eine provisorische Holzkonstruktion von nur 5,5 m Breite führte den Verkehr über die Spree, weil ein Wiederaufbau der benachbarten Jannowitzbrücke und der Mühlendammbrücke nicht so schnell erfolgen konnte. Die für die Enttrümmerung des zerstörten Stadtzentrums eingesetzte Trümmerbahn wurde von 1949 bis 1954 über die Behelfsbrücke geführt. Mit der Fertigstellung der neuen Jannowitzbrücke, der Beendigung des Trümmertransports und in Übereinstimmung mit Forderungen der Schifffahrt ließ die Stadtverwaltung die Waisenbrücke 1960 abbrechen. Die beiden landseitigen ehemaligen Anschlüsse für die Brücke sind erhalten geblieben, auf der Südseite dient der Rest als Schiffsanlegestelle, auf der Nordseite sind am Rolandufer in Fortsetzung einer kleinen Grünanlage Bänke für Spaziergänger aufgestellt. Befürworter eines Wiederaufbaus der Waisenbrücke richteten 2007 eine Anfrage…   ... (Deutsch)
by Panoramio
Ehemalige Waisenbrücke um 1895
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CK Waisenstrasse Friedhof, Parochialkirche, Stadthaus
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