Panorama von Abentheuer. Virtuelle Tour durch Abentheuer. Karte von Abentheuer

 [+]
Beschreibung  panorama

Abentheuer

POI: 49.649722, 7.103889
Abentheuer ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Birkenfeld an. Abentheuer ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.
Geographie
Der Ort liegt am Traunbach im Schwarzwälder Hochwald im Hunsrück. Am Ortsrand startet die Trauntalschleife, prämierter Wanderweg des Saar-Hunsrück-Steigs. 71,5 Prozent der Gemarkungsfläche sind bewaldet. Im Norden befindet sich Börfink, im Osten Buhlenberg und im Süden Brücken. Zu Abentheuer gehören auch die Wohnplätze Arthenberg und Hujetsägemühle.
Geschichte
Abentheuer ist Anfang des 20. Jahrhunderts aus den beiden ehemals getrennten Ortsteilen Leyen und Abentheuer bzw. Abentheuerhütte zusammengewachsen. Leyen, das im Südosten des heutigen Ortes am Traunbach lag, wurde erstmals 1367 erwähnt. Das nördlich davon gelegene Abentheuer lässt sich frühestens 1580 nachweisen. Beide Orte trugen bis zum 18. Jahrhundert noch unterschiedliche Namen. Das Gebiet der heutigen Gemeinde gehörte landesherrlich zur Grafschaft Sponheim. Der Traunbach fungierte als Grenze zwischen dem hunolsteinischen, ab 1598 zweibrückischen Amt Achtelsbach im Westen und dem sponheimischen Amt Birkenfeld im Osten. Im Laufe seiner Geschichte gehörte der Ort entweder der Pfarrei in Achtelsbach oder der Pfarrei in Birkenfeld an – heute zur Pfarrei Brücken. Ab Mitte des 16. Jahrhunderts begann in Abentheuer die Verarbeitung von Eisen, zunächst aus den Gruben in Buhlenberg und Elchweiler, später aus Thalfang und Schwarzenbach. 1763 ging die Abentheuerer Hütte nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten in den Besitz der Unternehmerfamilie Stumm über, die bereits über andere Hütten und Hammerwerke in der Region verfügte. Nach diesem Wechsel stieg die Produktion in Abentheuer deutlich an, seit 1770 stellte man vor allem Gusseisenwaren aus importiertem Roheisen her. 1835 wurde die Abentheuerer Hütte an die Gebrüder Böcking vererbt. Nach 1870 wurde der Betrieb infolge des Übergangs vom Holzkohlen- zum Koks-Hochofenbetrieb und vom Frischfeuer- zum Puddelofenbetrieb mehr und mehr eingeschränkt und 1875 wurde die Fertigung eingestellt. Die Besitzer siedelten zur Halbergerhütte an die Saar. Im späten 17. Jahrhundert siedelte sich östlich des Ortes im bewaldeten Tal der Traun die Hujetssägemühle an. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich aus ihr eine Möbelfabrik mit mehreren Produktionsgebäuden, die in den 1960er-Jahren aufgegeben wurde, und ein heute nicht mehr betriebenes Gasthaus. Im Jahre 1797 beging der als Schinderhannes bekanntgewordene Räuber Johannes Bückler in Abentheuer einen Pferdediebstahl. Helene Kahn, geborene Marx, wurde 1864 in Abentheuer geboren. Sie wohnte in Abentheuer bis sie unmittelbar nach der sogenannten "Machtergreifung" der Nationalsozialisten im Jahr 1933 nach Frankreich emigrierte. Helene Kahn wurde am 3. November 1942 vom Sammellager Drancy ins KZ Auschwitz deportiert und ermordet. Sie ist die einzige Person jüdischer Herkunft aus Abentheuer, die von den Nazis deportiert…   ... (Deutsch)
Andere Sprachen
Abentheuer - English -> Deutsch  Nederlandse -> Deutsch  Français -> Deutsch  Polska -> Deutsch  Italiano -> Deutsch  Português -> Deutsch  Magyar -> Deutsch  
Абентойер - Русский -> Deutsch  
Абентойєр - Український -> Deutsch  
Абентојер - Српска -> Deutsch  
阿本托伊埃尔 - 简体中文 -> Deutsch  
by Panoramio