Panorama von Amtsgericht Wedding. Virtuelle Tour durch Amtsgericht Wedding. Karte von Amtsgericht Wedding

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Beschreibung  panorama

Amtsgericht Wedding

POI: 52.550833, 13.375556
Das Amtsgericht Wedding ist ein Amtsgericht im Berliner Ortsteil Gesundbrunnen, das allgemein zivilrechtlich für den Bezirk Reinickendorf und die zum Bezirk Mitte zählenden Ortsteile Gesundbrunnen und Wedding sowie als Zentrales Mahngericht für die Länder Berlin und Brandenburg zuständig ist. Darüber hinaus ist es das Europäische Mahngericht für Deutschland (§ 689 ZPO). Damit ist es, über die Zuständigkeit für das nationale deutsche Mahnverfahren hinaus (hierzu: nur Antragsteller aus Berlin und Brandenburg), auch zuständig für alle Antragsteller mit Wohnsitz in Deutschland, betreffend eines Antrags auf Erlass eines Europäischen Zahlungsbefehls.
Lage
Das Gelände des Amtsgerichts grenzt im Westen an die Panke und liegt inmitten des Brunnenplatzes. Der etwa 33.000 m² große Platz wurde zusammen mit dem Amtsgericht anlegt. Insgesamt wurde er dreimal anlegt: beim Bau des Gerichts, nachdem er im Zweiten Weltkrieg als Gartenlandschaft für die Versorgung der Bevölkerung diente und in den 1980er Jahren im Rahmen der 750-Jahr-Feier Berlins. Heute ist er in mehrere Funktionsbereiche aufgeteilt, unter anderem in einen Schmuckbereich, Spielplätze, eine Bolzwiese und einen Ruhebereich.
Geschichte
Der mehrflügelige, fünfgeschossige Bau des Amtsgerichts Wedding wurde von 1901 bis 1906 nach Plänen von Rudolf Mönnich und Paul Thoemer im Stil der Neogotik erbaut. Als Vorbild soll die Albrechtsburg in Meißen gedient haben. Das Gebäude hat eine damals neuartige Unterkonstruktion aus Eisenbetonpfählen, die dem feuchten Baugrund geschuldet waren. Die Straßenfront der Hauptflügel hat eine Länge von etwa 120 Metern. In den Ecken der linken und rechten Flügel seitlich des Portalbereiches befindet sich jeweils ein Treppenturm. Die gesamte Fassade wird von Vorhangbogenfenstern und Maßwerk bestimmt. Der Portalbereich ist äußerst schmuckvoll mit Stufengiebeln, Erkern und Zinnen ausgeführt. Über den von einem Vorbau witterungsgeschützten, bronze- und kupferbeschlagenen kunstvollen Eingangstüren mit Wappen- und Tierdarstellungen ist eine allegorische Figur der Justitia aufgestellt, die jedoch keine Waage, kein Richtschwert und auch keine verbundenen Augen hat, sondern die ein Gesetzbuch sowie ein Schild hält. Die 3,20 Meter hohe Figur wurde 1988 durch Vandalismus zerstört und 2006 durch eine Rekonstruktion ersetzt. Einen wesentlichen Teil der künstlerisch anspruchsvollen Arbeiten übernahm die von der Firma Merk hinzugezogene Bildhauerin Wiedemann. Als Vorlage diente der in der JVA Tegel aufbewahrte Torso der Statue. Im Giebel des Portals wurde nach 1933 ein Reichsadler mit Hakenkreuz im Eichenkranz angebracht, der sich – lediglich ohne Hakenkreuz – noch heute dort befindet. Hinter der Schmuckfassade des Hauptportals befindet sich eine ebenfalls neogotisch ausgeführte monumentale Treppenanlage, die dem Bau eine Ähnlichkeit mit gotischen Kathedralen verleiht. Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt, jedoch nach Kriegsende wiederhergestellt und 1957/1958…   ... (Deutsch)
by Panoramio
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