Panorama von Außenlager Agfa-Kamerawerke. Virtuelle Tour durch Außenlager Agfa-Kamerawerke. Karte von Außenlager Agfa-Kamerawerke

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Beschreibung  panorama

Außenlager Agfa-Kamerawerke

POI: 48.100000, 11.566667
Das Außenlager Agfa-Kamerawerke in München-Giesing war ein Außenlager des KZ Dachau vom 12. September 1944 bis 30 April 1945. Hier arbeiteten in den Agfa-Kamerawerken (heute Weißenseestraße 7–15) ca. 700 weibliche KZ-Gefangene; zweihundert überwiegend niederländische Frauen und ungefähr dreihundert Frauen aus Ost- und Südost-Europa, zumeist Polinnen. Sie verrichteten Zwangsarbeit in den Agfa-Kamerawerken (damals ein Teil von I.G. Farben). Dort wurden Zeitzünder für Flugabwehrgranaten zusammengesetzt und Teile für V1 und die V2 Waffen hergestellt. Die Frauen waren in einem Wohnhaus in der Weißenseestraße in München-Giesing untergebracht, das noch vor seiner Fertigstellung bei einem Bombenangriff beschädigt worden war. In jedem Zimmer waren etwa sechs Frauen untergebracht. Ein Stacheldrahtzaun und vier Wachtürme umgaben das Gelände. Der Fußweg zum Werk dauerte etwa zwanzig Minuten. Der Kommandant der Wachmannschaft war Kurt Konrad Stirnweiß. In den Berichten der niederländischen Frauen wird Stirnweiß positiv und sein Assistent Alexander Djerin negativ gesehen. Mit Ausnahme der nicht besonders beliebten Frau Richter ist über die elf Aufseherinnen wenig bekannt.
Gefangene
193 Niederländerinnen sowie zehn Frauen aus anderen Ländern waren überwiegend aufgrund ihrer Widerstandstätigkeit verhaftet worden. Das gleiche galt für die Sloweninnen. Die polnischen Frauen waren als Vergeltungsmaßnahme für den Warschauer Aufstand ins KZ verschleppt worden. Die Niederländerinnen kamen aus dem KZ Herzogenbusch und der Haftanstalt Haaren. Als die Alliierten vorrückten, wurden die Häftlinge nach Deutschland transportiert und am 8. September 1944 dem KZ Ravensbrück überstellt. Die etwa 250 Frauen, darunter die Niederländerinnen, die am 15. Oktober 1944 aus Ravensbrück in München-Giesing eintrafen, tauschten etwa 250 überwiegend polnische Frauen aus, die am gleichen Tag von Giesing nach Ravensbrück zurückgeschickt wurden. Danach müssen alle Frauen im Außenlager Agfa-Kamerawerke unter der Drohung gelebt haben, nach Ravensbrück zurückgeschickt zu werden. Kurz vor Ende der Fertigung im Werk wurden am 9. April 1945 neun Zwangsprostituierte aus dem Hauptlager Dachau zum Außenlager Agfa-Kamerawerke überstellt. Unter den Niederländerinnen befanden sich etwa fünf Prostituierte. Aus dem KZ Herzogenbusch waren etwa fünfzig dieser Frauen ebenfalls mit nach Deutschland gekommen. Sie wurden beschuldigt, Wehrmachtssoldaten mit Geschlechtskrankheiten angesteckt zu haben.
Das Leben im Lager
Zunächst stammten die Angaben über das Außenlager Agfa-Kamerawerke aus dem Buch Gefangene der Angst von Ella Lingens. Frau Lingens war als politischer Häftling und Ärztin in Auschwitz und kurze Zeit im Außenlager Agfa-Kamerawerke. Ihre Darstellung des Außenlager Agfa-Kamerawerke löste bei den niederländischen Überlebenden des Lagers heftige Proteste aus, weil sie die Niederländerinnen unter anderem als naiv darstellte und Fakten falsch auslegte. Daraufhin veröffentlichten einige Niederländerinnen…   ... (Deutsch)
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Training 05.08.09
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