Panorama von -büttel. Virtuelle Tour durch -büttel. Karte von -büttel

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Beschreibung  panorama

-büttel

POI: 52.500000, 10.416667
Die Ortsnamenendung -büttel stammt aus dem Niederdeutschen bzw. Nordgermanischen und hat etwa die Bedeutung von „Haus und Hof“ oder „Siedlungsgebiet“. „Büttel-Ortschaften“ haben ihre Verbreitung ausschließlich im Nordwesten Deutschlands. Die Herkunft und Gründungszeit dieser Ortschaften ist unter Forschern umstritten. Andere Ortschaften, die den Ausdruck „Büttel“ im Namen tragen, sind nicht Thema dieses Artikels.
Verteilung
Betrachtet man die Lage und Verteilung der Büttel-Ortschaften, so sind vier Hauptgruppen von Büttel-Siedlungen auszumachen. Die erste große Gruppe von Büttel-Orten liegt nördlich der Elbe im westlichen Schleswig-Holstein (Kreis Steinburg, Dithmarschen) und Hamburg. Zwei kleinere Gruppen befinden sich im Elbe-Weser-Dreieck sowie in der Lüneburger Heide. Die dichteste Gruppierung befindet sich im Papenteich, nördlich von Braunschweig. Zieht man eine Verbindung vom Papenteich durch die Lüneburger Heide nach Dithmarschen, so liegen an dieser Verbindungslinie, aber fast nirgendwo sonst im deutschen Sprachraum, verstreut einige weitere Büttel-Orte, wie Wunderbüttel, Hankensbüttel und Bienenbüttel in der Lüneburger Heide. Als südlichster Büttel-Ort gilt die Stadt Wolfenbüttel etwa 13 km südlich von Braunschweig und 30 km nördlich des Harzes. Ältere Schriften beziehen sich zumeist auf eine Gesamtzahl von 164 „-büttel“-Orten, die sich alle in Norddeutschland befinden. Von diesen 164 Ortschaften befinden sich 68 nördlich der Elbe, 12 an der Unterweser, 18 südlich des Jadebusens, 18 in der Lüneburger Heide sowie 36 im Raum Braunschweig-Gifhorn mit einer Konzentration im Papenteich. In neueren Untersuchungen zur Thematik der Büttel-Ortschaften werden 222 Büttel Orts- und Flurnamen genannt und untersucht.
Papenteich
Der Papenteich weist die größte Gruppe eng zusammenliegender Büttel-Ortschaften auf, weswegen diese Gegend bisweilen auch als „Büttelei“ bezeichnet wird. Die meisten Papenteicher Büttel-Ortschaften bilden, zusammen mit wenigen Horst-Orten, einen weitläufigen Ring im zentralen Papenteich. Die Außenpunkte dieses Ringes bilden die Ortschaften Isenbüttel, Allenbüttel, Allerbüttel, Harxbüttel und Rolfsbüttel. Innerhalb des Ringes liegen die vermutlich wesentlich älteren, vermutlich zusammengehörenden Ortschaften Meine, Rethen sowie Vordorf. Ursprünglich existierten 31 Büttel-Orte, von denen zehn heute nur noch als Wüstungen im Papenteich existieren.
Wortherkunft
Als Wurzel des Wortes „Büttel“ wird das indogermanische *bhu (bauen, sein) mit der Bedeutung „Haus, Anwesen, Wohnsitz“ angesehen. Eine weitere Ableitung erfolgt vom altsächsischen bodal (siehe auch Odal) mit der Bedeutung „Haus und Hof“ oder „Siedlungsgebiet“. Gebräuchliche abgewandelte Formen sind altsächsisch -gibutli, -gibudli, -butli, mittelniederdeutsch -bütle, -bötle und schließlich neuniederdeutsch -büttel, -bötel. Das Bestimmungswort vor der Endung „-büttel“ ist meist – soweit feststellbar – ein Personenname, zum Beispiel für Adenbüttel (Adenebutle…   ... (Deutsch)
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