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Beschreibung  panorama

Parochialkirche (Berlin)

POI: 52.516944, 13.413056
Die Parochialkirche im Kirchenkreis Berlin Stadtmitte ist eine Kirche der Evangelischen Kirchengemeinde St.Petri-St.Marien im Berliner Ortsteil Mitte. Das ab 1695 erbaute Gebäude ist die älteste Kirche der reformierten Gemeinde Berlins.
Lage
Die Kirche samt dem dazugehörigen Kirchhof befindet sich zwischen der Klosterstraße, der Parochialstraße und der Waisenstraße direkt hinter der alten Stadtmauer Berlins, die an dieser Stelle zu Teilen erhalten ist. Auf dem Kirchengelände liegt der historische Kirchhof mit einer Reihe alter Grabkreuze und -tafeln. Dahinter begrenzt das dreigeschossige Gemeindehaus der ehemaligen Evangelischen Georgen-Parochialgemeinde die Fläche. Im Jahr 1968 hatte sich die bis dahin eigenständige Parochial- mit der Georgengemeinde zusammengeschlossen, die schließlich 2003 durch Fusion in der Mariengemeinde aufging. Hinzu kommt ein Barockbau, der bereits 1708 gebaut wurde und als Gemeindehaus und Hospital diente, seit den späten 1990er Jahren jedoch einen Teil der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität beherbergt.
Vorgeschichte
Die Parochialkirche ist das erste Berliner Gotteshaus, das eigens für die Anhänger der reformierten Kirche gebaut wurde. Die reformierte Gemeinde in Berlin und Cölln war entstanden, nachdem der Brandenburgische Kurfürst Johann Sigismund 1613 zum Calvinismus übergetreten war. Sie nutzte seit 1632 die lutherische Domkirche im damaligen Cölln sowie den dazugehörigen Begräbnisplatz und bat 1694 den Kurfürsten Friedrich III., den späteren König Friedrich I. von Preußen, um die Einwilligung in einen eigenen Kirchenbau in Berlin. Zu diesem Zweck erwarben die Geheimen Räte Eberhard von Danckelmann, Georg von Berchem und Joachim Scultetus von Unfriede (1638–1705) im Auftrag der Kirchengemeinde das Grundstück zwischen der Klosterstraße und der Waisengasse, auf dem das Anwesen des ehemaligen kurfürstlichen Alchimisten, Chemikers und Glasmachers Johannes Kunckel stand. Der Kurfürst bestätigte den Kauf und genehmigte den Bau der Kirche für die Personalgemeinde ohne zugehörige Parochie, also ohne eigenes Gemeindegebiet, die aus den Anhängern der reformierten Kirche der Domgemeinde hervorging. Zu den Gemeindemitgliedern des ersten Jahrhunderts gehörten dabei von Beginn an wichtige Vertreter der Berliner Politik und Kultur wie die Minister Johann Kasimir Kolbe von Wartenberg und Samuel Freiherr von Cocceji, der Baumeister Johann Boumann, der Porzellanhersteller Wilhelm Caspar Wegely sowie der Gelehrte Wilhelm von Humboldt. Ihren aktuellen Namen trägt die vormalige Neue Reformierte Stadt- und Pfarrkirche seit der Bildung der Kirche der Altpreußischen Union 1817.
Planungen von Johann Arnold Nering
Die Planungen für den ersten Bau der Parochialkirche lieferte im Jahr 1694 der Baumeister Johann Arnold Nering, der durch Friedrich III. am 18. Juni des Jahres mit dem Bau beauftragt wurde. Ihm unterstand als Kurfürstlich-Brandenburgischem Oberbaumeister das gesamte Bauwesen der Mark Brandenburg. Die…   ... (Deutsch)
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Parochialkirche - English -> Deutsch  
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CK Waisenstrasse Friedhof, Parochialkirche, Stadthaus
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Berlin, Mitte
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Berlin (from the tower), Germany.
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Ehemalige Waisenbrücke um 1895
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