Panorama von St.-Quintins-Kapelle. Virtuelle Tour durch St.-Quintins-Kapelle. Karte von St.-Quintins-Kapelle

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Beschreibung  panorama

St.-Quintins-Kapelle

POI: 51.456081, 7.013161
Die St.-Quintins-Kapelle war eine katholische Kirche in Essen, die um 1823 abgebrochen wurde. Sie stand nördlich des Essener Münsters in der Klausur des Stifts Essen und gehörte neben dem Münster, der Tauf- und späteren Pfarrkirche St. Johann Baptist und vermutlich einem Marienoratorium, einer St.-Pantaleon-Kapelle und einer Privatkapelle der Äbtissin zur Kirchenfamilie des Frauenstifts.
Die ältere Forschung
Die Kapelle galt lange als älteste Essener Kirche, die der heilige Altfrid, der Gründer des Stifts Essen, um 835 auf seinem elterlichen Gut Astnithi errichtet habe. 835 wurden in Saint-Quentin die Reliquien des hl. Quintin erhoben. Die ältere Forschung nahm an, dass Altfrid bei dieser Gelegenheit Reliquien dieses im Frankenreich besonders verehrten Heiligen erhalten habe. Auch den Grundriss von St. Quintin glaubte man mit Kirchen, die in das 9. Jahrhundert datiert wurden, vergleichen zu können. Ferner nahm man an, Gerswith I., die erste Essener Äbtissin, sei in St. Quintin beigesetzt worden, da zum Zeitpunkt ihres Todes die um 850 begonnene Münsterkirche noch nicht fertig gewesen sei.
Stand der Forschung
Die Gründung der Kapelle
Wann St. Quintin errichtet wurde ist unbekannt. Die Kirchen St. Severin in Passau und St. Remigus in Büdingen, die für den Grundriss als Vergleich herangezogen wurden, sind inzwischen ins 11. Jahrhundert datiert worden. Auch der Erwerb der Quintins-Reliquien durch Altfrid ist zweifelhaft. Altfrid ist in der Miracula s. quintini, der Quelle für die Erhebung der Reliquien, nicht als Teilnehmer der Zeremonie genannt. Nach den in der frühen Neuzeit zusammengestellten Essener Äbtissinnenkatalogen war Gerswith nicht in St. Quintin, sondern im Münster bestattet. Den aus dem 10. Jahrhundert erhaltenen Sakramentaren des Stifts sind keine Anzeichen einer besonderen Verehrung des Hl. Quintin zu entnehmen. Die erste Quelle, die sicher St. Quintin erwähnt, ist das um 1050 entstandene sogenannte Testament der Äbtissin Theophanu. Diese bestimmte, dass zu ihrem Gedächtnis Kerzen ad sanctum Quintinum brennen sollten. Unter den siebenundfünfzig Heiligen, deren Reliquien Theophanu in den Altären der von ihr gebauten Krypta des Münsters einschließen ließ, befanden sich auch welche von Quintin und den Heiligen Trudo und Remigius, die gemeinsam in St. Trond verehrt wurden. Röckelein hält daher eine gemeinsame Translation dieser Heiligen für möglich, womit Theophanu als Stifterin der St.-Quintins-Kapelle angenommen werden könnte. Die im 13. Jahrhundert entstandenen Consuetudines ecclesie Assindies, eine Zeremoniale für die Essener Kanoniker, enthielten umfangreiche Regelungen für St. Quintin und bilden so den Terminus ante quem für das Entstehen der Quintinskapelle. Eine dieser Regelungen besagte, dass am Fest des Heiligen Florinus, dem 17. November, in der Kapelle der Äbtissinnen Agana und Ida sowie aller verstorbenen Stiftsangehörigen gedacht werden sollte. Dieses ist möglicherweise ein Hinweis auf die Gründerinnen der Kapelle…   ... (Deutsch)
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