Panorama von Zur letzten Instanz. Virtuelle Tour durch Zur letzten Instanz. Karte von Zur letzten Instanz

 [+]
Beschreibung  panorama

Zur letzten Instanz

POI: 52.517344, 13.413781
Zur letzten Instanz ist der Name einer der ältesten Berliner Gaststätten. Sie entstand im 16. Jahrhundert in einem Wohnhaus als Branntweinstube und erhielt mehrfach neue Namen. Der heutige denkmalgeschützte Gebäudekomplex ist ein Wiederaufbau nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg. Die Gaststätte befindet sich in der Waisenstraße im Ortsteil Mitte unmittelbar in der Nähe eines Stücks erhaltener mittelalterlicher Stadtmauer.
Lage
Die Waisenstraße im Ortsteil Mitte ist Bestandteil des als Klosterviertel bezeichneten Teils von Alt-Berlin. Dazu gehören der Molkenmarkt, die Grunerstraße, Stadtbahn (ehemaliger Festungsgraben) und die Spandauer Straße. Die Gaststätte, Adresse Waisenstraße 14–16, steht in der Nähe des ehemaligen Bullenwinkels, einer von der Stadtmauer begrenzten Stichstraße, in der Fleischer noch im 19. Jahrhundert das Vieh zur Nacht oder zur Schlachtung zusammentrieben.
Historie
Das Haus, dessen Rückwand gleichzeitig die Berliner Stadtmauer bildete, wurde erstmals 1561 urkundlich erwähnt. Die Bauweise unter Nutzung vorhandener Mauern bezeichnete man später als Wiekhaus, von denen keine weiteren im Alt-Berliner Stadtbild erhalten sind. Das Häuschen, für zwei bis drei Familien ausgelegt, stand in dem Verkehrsweg parallel zur Stadtmauer, der zu dieser Zeit Hinter der Stralauer Mauer hieß. Als Trinkstube genutzt wurde das Haus erstmals 1621. In diesem Jahr eröffnete ein Reitknecht des damaligen Kurfürsten eine Branntweinstube im Erdgeschoss. Um 1715 nannten die Eigentümer die Schankwirtschaft Zum Bierstübchen am Glockenspiel in Anlehnung an das in diesem Jahr in der benachbarten Parochialkirche installierte Glockenspiel. Eine wirtschaftliche Nutzung scheint sich über Jahrzehnte erhalten zu haben, im Jahr 1822 findet sich im Adressbuch beispielsweise diese Eintragung: Eigentümer Hr. Junge, Nutzung als Wirtschaftshof durch (Hrn.) Schröder. Als die Straße im Jahr 1861 ihren Namen nach dem in der benachbarten Stralauer Straße errichteten Waisenhaus erhielt, bewirtschaftete ein Gastwirt namens Runge die Schankstube. Erst im Jahr 1924 erhielt die Gaststätte durch den damaligen Besitzer G. Hoffmann den heutigen Namen. Um das Jahr 1930 übernahm das Ehepaar Rechenberg die Bewirtschaftung der Gaststätte. Die Eigenbezeichnung „Älteste Gaststätte Berlins“ ist nicht ganz exakt, sie trifft lediglich auf die Nutzung des Hauses zu, nicht jedoch auf den aktuellen Namen Letzte Instanz. Die Alte Waldschänke in Berlin-Tegel trägt ihren Namen seit 1650 jedoch ununterbrochen. Das Haus Waisenstraße 15 wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt, vom Berliner Magistrat aber als wiederaufbaufähig angesehen. Im November 1961 beschloss die Stadtverwaltung, die Letzte Instanz als Touristenmagnet in Form einer HO-Gaststätte wieder zu eröffnen. Aufgrund des zusätzlichen Platzbedarfs wurde das äußerlich klassizistische Gebäude Waisenstraße 15 zusammen mit den Nebenhäusern 14 und 16 bis auf die Grundmauern abgetragen und als neues Gebäudeensemble HO-Gaststätte…   ... (Deutsch)
Andere Sprachen
У последней инстанции - Русский -> Deutsch  
by Panoramio
CK Waisenstrasse Friedhof, Parochialkirche, Stadthaus
CK Waisenstrasse Friedhof, Parochialkirche, Stadthaus
Carl030nl
go place
Berlin, Mitte
Berlin, Mitte
picture fan
go place
Berlin (from the tower), Germany.
Berlin (from the tower), Germany.
André Bonacin
go place
Niederländische Botschaft, Berlin
Niederländische Botschaft, Berlin
kanakari-photos.com
go place
BERLIN Alexa Shopping Centre
BERLIN Alexa Shopping Centre
andrevishay
go place
Ehemalige Waisenbrücke um 1895
Ehemalige Waisenbrücke um 1895
Damals in Berlin
go place
CK Berliner Bewachsung Grunerstrasse
CK Berliner Bewachsung Grunerstrasse
Carl030nl
go place