Panorama von Aach (Dornstetten). Virtuelle Tour durch Aach (Dornstetten). Karte von Aach (Dornstetten)

 [+]
Beschreibung  panorama

Aach (Dornstetten)

POI: 48.467410, 8.478670
Aach ist ein Ortsteil von Dornstetten im Landkreis Freudenstadt am Ostrand des Nordschwarzwalds. Bis 1975 war der Ort eine selbständige Gemeinde.
Name
Der Ort wurde im frühen Mittelalter "Aha" genannt, ab dem 16. Jahrhundert "die Ahe" und auch "in der Ahe". Das althochdeutsche Wort "Aha" bedeutet fließendes Wasser, im lateinischen "aqua" (Wasser). Die Silbe „ach“ erscheint in vielen Ortsnamen der Region, die alle an kleineren Flüssen liegen, wie z.B. Wolfach, Schiltach, Haßlach, Hausach, Biberach .
Gewässer
In Aach vereinigen sich Ettenbach, Kübelbach und Stockerbach zur Glatt, die in Neckarhausen in den Neckar mündet. In Aach wurden die drei Bäche in zwei Weihern aufgestaut, in denen Holzstämme zu Flößen zusammengebunden wurden, die dann zum Neckar und noch weiter transportiert wurden. Der Weiher zwischen der Kirche und dem Weiherweg wurde dazu bis Ende des 19. Jahrhunderts genutzt, der zweite etwas unterhalb des jetzigen Sportplatzes wurde schon früher aufgegeben. Aach war immer gut mit Trinkwasser versorgt. Heute gibt es noch 8 Brunnen, die Tröge sind teilweise aus Sandstein und teilweise aus gusseisernen vernieteten Platten.
Geschichte
In einer Schenkungsurkunde von Kaiser Heinrich II aus dem Jahr 1150 wird Aach dem Hochstift Bamberg geschenkt. Die Bamberger gaben Aach den Herzögen von Zähringen als Lehen, allerdings hatte das Kloster Kniebis ab 1348 ebenfalls Besitzungen in Aach. Mehrere Jahrhunderte war Aach Sitz des "Waldgedings", einer Nutzungsgemeinschaft die die Orte Aach, Benzinger Hof, Dietersweiler, Dornstetten, Grüntal, Hallwangen, Untermusbach und Wittlensweiler umfasste. Im heutigen Gasthaus Waldgericht, früher Gasthaus zur Sonne traf man sich mehrmals jährlich zur Klärung aller strittigen Fragen. Der Neubau der Straße von Freudenstadt Richtung Stuttgart im Jahr 1838 und ebenso die 1879 in Betrieb genommene Bahnlinie Freudenstadt – Stuttgart waren von großer Bedeutung für den Ort, wenn auch die Bahnlinie das Ende der Flößerei über die Glatt bedeutete. Ob die den Hang nach Dornstetten hinaufführende "Römerstraße" wirklich von Römern gebaut wurde, muss bezweifelt werden. Allerdings wurden im Jahr 1816 dort 30 römische Bronzemünzen gefunden. Auf dem Silberberg, östlich des Ortskerns konnten in einem Tagebau geringe Mengen Blei, Kupfer und Schwerspat (Bariumsulfat) gefördert werden, gewinnbringend bis Mitte des 19. Jahrhunderts war aber nur der Abbau von Schwerspat.
Leben im 19. Jahrhundert
In einem Buch des "Königlichen statistisch-topographischem Bureau" aus dem Jahr 1858 heißt es u.a.: „Die Einwohner von Aach sind körperlich kräftige, fleißige und ordnungsliebende Leute, deren Haupterwerbsquellen in Feldbau, Viehzucht, Waldarbeiten, Holzfuhrwerk und Flößerei bestehen. Der größte Güterbesitz beträgt 85 Morgen, der gewöhnliche aber 10 – 15 Morgen. Als größere Gewerbe sind 2 Wirtschaften und 2 Mühlen zu nennen..... Die Landwirtschaft wird fleißig und umsichtig betrieben; verbesserte Ackergerätschaften sind nur…   ... (Deutsch)
by Panoramio