Panorama von Auer Mühlbach. Virtuelle Tour durch Auer Mühlbach. Karte von Auer Mühlbach

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Beschreibung  panorama

Auer Mühlbach

POI: 48.091853, 11.548702
Der Auer Mühlbach ist ein etwa sieben Kilometer langer, aus Isarwasser gespeister und heute großteils kanalisierter Stadtbach im Süden von München. Er verläuft östlich des Hauptarmes der Isar entlang der Hangkante des Steilufers und ist klassifiziert als Gewässer dritter Ordnung mit einem konstanten Zu- und Abfluss von 10 Kubikmetern pro Sekunde.
Geschichte
Schon lange vor der „offiziellen“ Stadtgründung Münchens wurde die Wasserkraft der Isar für den Betrieb von Mühlen genutzt. Da die Isar bis zur zunehmenden Regulierung ab dem 19. Jahrhundert ein wilder Gebirgsfluss war, der seinen Lauf häufig änderte und starke Pegelschwankungen aufwies, baute man die Mühlräder nicht nur im Münchner Raum nicht am unberechenbaren Hauptarm, sondern an einem regulierbaren, künstlich abgeleiteten Nebenarm mit möglichst konstanter Wasserführung, dem Mühlbach. Die erste schriftliche Erwähnung des Baches und einer Mühle zu Kiesingenum (heute Untergiesing) findet sich in einer Urkunde aus dem Jahre 957. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde im Süden Münchens auf Höhe der Marienklause am östlichen Isarsteilufer ein erstes großes Isarwehr erbaut und zwang den Fluss nach Westen, um den Wasserbedarf der aufstrebenden Stadt zu decken. Schon damals regulierte eine im Wehr angebrachte Schleuse den Zufluss zum Auer Mühlbach. Neben der Antriebskraft für Getreide-, Hammer- und Walkmühlen, Sägewerke und Schleifereien lieferten der Mühlbach und die anderen Stadtbäche auch Brauchwasser für Haus und Garten, für Färbereien und Gerbereien und zum Löschen der früher häufigen gefährlichen Brände. Zugleich dienten die Bäche zur Entsorgung von Fäkalien und Abfällen aller Art.
Ursprünglicher Verlauf
Die Isar im heutigen Stadtgebiet von München als Gebirgsfluss hatte bis zum Ende des 19. Jahrhunderts ein relativ breites, seinen Weg immer wieder variierendes Bett mit vielen Kiesinseln und Nebenarmen. Der Auer Mühlbach ist solch ein alter Teil der Isar, der im Lauf der Jahrhunderte immer stärker reguliert und kanalisiert wurde. Seit 1330 auf Höhe der heutigen Marienklause ein erstes großes Stauwehr errichtet wurde, um das Wasser der Isar für den Bedarf der wachsenden Stadt nach Westen zu zwingen, zweigte der Bach am Auer Senkbaum gegenüber der heutigen Zentrallände durch eine Schleuse vom östlichen Ufer der Isar ab.
Freilegung
Wie andere Münchener Stadtbäche wurde der Auer Mühlbach verrohrt und teilweise mit Betondecken versehen. Erst im Zuge der Umweltbewegung der vergangenen Jahrzehnte wurde versucht, dies rückgängig zu machen, im Falle des Auer Mühlbachs erfolgreich. Das Gewässer ist nach dem Jahr 2000 nach Entfernung der Betondecken wieder erlebbar. Nur auf Höhe des Mariahilfplatzes ist dies unterbrochen, wo sich die Fachakademie für Sozialpädagogik der Armen Schulschwestern von unserer Lieben Frau befindet.
Verlauf
Ableitung aus dem Isar-Werkkanal
Um den steigenden Bedarf der Stadt an elektrischem Strom zu decken, wurde von 1905 bis 1907 westlich…   ... (Deutsch)
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