Panorama von Schütting (Bremen). Virtuelle Tour durch Schütting (Bremen). Karte von Schütting (Bremen)

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Beschreibung  panorama

Schütting (Bremen)

POI: 53.075556, 8.806667
Der Schütting ist das Gebäude der Bremer Kaufmannschaft, ehemals Gilde- und Kosthaus der Kaufleute und seit 1849 der Sitz der Handelskammer Bremen. Seit 1973 steht es unter Denkmalschutz. Es steht an der Südseite des Bremer Marktplatzes, direkt gegenüber dem Rathaus.
Der Name Schütting
Gildehäuser namens Schütting gibt bzw. gab es außer in Bremen auch im norwegischen Bergen (Scotting), sowie in Lübeck, Lüneburg, Oldenburg (seit 1604), Osnabrück und Rostock. Sie dienten nicht nur Veranstaltungen und Verwaltungsaufgaben, sondern auch als Unterkunft für auswärtige Kaufleute. Der Name steht also wohl in Verbindung mit dem Niederdeutschen Verb schütten, inschütten = „schützen“.
Erste Gildehäuser und Politik
Vor dem Bau des heutigen Schütting dienten den Bremer Großkaufleuten nacheinander zwei ehemalige Privathäuser als Gildehaus. Das erste kauften sie 1425. Es stand an der Langenstraße Ecke Hakenstraße. Allerdings war 15 Jahre vorher das Rathaus am Marktplatz errichtet worden. An diesem Platz wollten die Elterleute des Kaufmanns ebenso präsent sein wie der Rat, in dem zunehmend auch Kaufleute saßen, aber lange Zeit vor allem Grundbesitzer. Darum verkauften die Elterleute das Haus in der Langenstraße schon 1444 wieder und erwarben im selben Jahr von einem Dritten ein Haus auf dem Grundstück des heutigen Schütting, das vorher der im Rat vertretenen Familie Hemeling gehört hatte, die noch weitere Häuser am Markt besaß. Es stand dem damals neuen Rathause gegenüber zwischen Markt und Balge. Schon 1444 wurde es als Schütting bezeichnet. 1451 gaben sich die Elterleute neue Statuten und konnten danach stärker in der Politik mitwirken. Durch Ankauf von fünf benachbarten „Buden“ (Läden oder auch kleinen Wohnhäusern) wurde das Grundstück des Schütting 1513 vergrößert. Während des Aufstandes der 104 Männer mussten die Elterleute den Schütting an die Stadt abtreten. Auch die Verwaltung der Tonnen in der Unterweser wurde von den Hundertvier übernommen. Aus der Niederlage der Hundertvier gingen die Elterleute gestärkt hervor.
Neubau des Schütting
Nun ließen die Bremer Kaufleute ihr Gildehaus abreißen und auf seinen Grundmauern durch den Antwerpener Baumeister Johann den Buschener von 1537 bis 1538 einen moderneren und größeren errichten. Über den Grund für den Auftrag an einen auswärtigen Handwerker wird spekuliert. Ein internationaler Star seines Metiers dürfte er nicht gewesen sein, denn er erhielt nur etwa ein Drittel des Lohns, für den bremische Bauleute in Bremen arbeiteten. Die künstlerische Gestaltung der Fassaden erstreckte sich aus finanziellen Gründen über weit längere Zeit. Nur der Treppengiebel an der Westseite wurde noch von Buschener selbst geschaffen, stilistisch an der Grenze von der Spätgotik zur Renaissance. An die Nutzung der drei Dachgeschosse als Speicher erinnern drei Türen in Geschossmitte und eine vierte darüber, aus der der Hauskran hing. Auch das Portal zum Markt wurde 1538 fertiggestellt. Es befand sich noch nicht in der…   ... (Deutsch)
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Marktplatz, Bremen (Germany)
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Rathaus und Roland mit St.-Petri-Dom Bremen, UNESCO Weltkulturerbe *Contest*
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