Panorama von Dobschütz (Nossen). Virtuelle Tour durch Dobschütz (Nossen). Karte von Dobschütz (Nossen)

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Beschreibung  panorama

Dobschütz (Nossen)

POI: 51.145931, 13.283948
Dobschütz ist ein Ortsteil der sächsischen Stadt Nossen im Landkreis Meißen. Im Jahr 1334 ersterwähnt, gehörte er von 1993 bis 2014 zu Leuben-Schleinitz, wurde aber bereits 1935 nach Pröda eingemeindet. Seit 2014 gehört es zu Nossen.
Geographie
Dobschütz liegt rund elf Kilometer westlich der Kreisstadt Meißen und sechs Kilometer südlich der Stadt Lommatzsch. Die Stadt gab der Lommatzscher Pflege ihren Namen, in der Dobschütz auf etwa 200 m ü. NN liegt. Der Ort befindet sich im westlichen Landkreis Meißen nahe der Grenze zum Landkreis Mittelsachsen. Dobschütz ist von Ackerflächen umgeben und befindet sich auf einer Hochebene zwischen den Tälern des Stahnaer Baches im Osten und des Markritzer Baches im Westen. Beide Bäche entwässern in das nördlich zwischen Lossen und Perba fließende Dreißiger Wasser und von dort über den Ketzerbach bei Zehren in die Elbe. Dobschütz liegt an einer relativ unbedeutenden schmalen Straße zwischen den Kreisstraßen 8075 im Osten und 8078 im Westen. Über diese Straßen sind die nächstgelegenen größeren Orte Ziegenhain und Perba zu erreichen. Über Ziegenhain und die Staatsstraße 85 bei Leippen ist die Weiterfahrt auf die Bundesstraße 101 und die Bundesautobahn 14 bei Nossen möglich. Dobschütz an sich besteht nur aus einem früheren Gutshof, der sich im Norden der gleichnamigen Gemarkung Dobschütz befindet. Im Norden grenzt diese an die Gemarkung Pröda/Schl. und im Osten an Graupzig. Südöstlich benachbart liegt die Ziegenhainer Gemarkung, südlich von Dobschütz grenzt Mutzschwitz an. Den westlichen Abschluss der Gemarkung bildet die Grenze zu Praterschütz.
Geschichte
Dobschütz wird erstmals im Jahr 1334 als Dobirswicz erwähnt. Der Ortsname stammt von dem altsorbischen Namen Dobraš ab. In das Jahr 1475 fiel die Erwähnung von Doberschitz, im Jahr 1547 wurde Dobeschitz überliefert. Eine andere Namensvariante stammt aus dem Jahr 1551, als Doebschicz erwähnt wird. In der Frühen Neuzeit wurde Dobschütz von Meißen aus verwaltet. So gehörte der Ort im 14. Jahrhundert zur Supanie Raußlitz im „Amt Meißen“, später zum Castrum Meißen und Mitte des 16. Jahrhunderts zum Erbamt Meißen. In der Mitte des 19. Jahrhunderts war Dobschütz zum Amt Meißen und ab 1856 zum Gerichtsamt Lommatzsch gehörig. Ab dem Jahr 1875 oblag die Verwaltung dann der Amtshauptmannschaft Meißen. Bevor Dobschütz 1838 durch die Sächsische Landgemeindeordnung Eigenständigkeit als Landgemeinde erhielt, war der Ort durch das Lehnswesen geprägt. Das Rittergut Schleinitz übte 1551 die Grundherrschaft über zwei besessene Mann und acht Inwohner aus, die acht Hufen Land bewirtschafteten. Nach dem Ende des Siebenjährigen Krieges (1756–1763) hatte das Rittergut die Grundherrschaft über zwei besessene Mann auf acht Hufen. Im Jahr 1900 erstreckte sich um den Bauernweiler Dobschütz eine 97 Hektar bemessende Großblockflur, die von der bäuerlichen Bevölkerung des Dorfes landwirtschaftlich genutzt wurde. Die Einwohnerzahl des Ortes ging zum Ende des 19. Jahrhunderts zurück…   ... (Deutsch)
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