Panorama von Cölln. Virtuelle Tour durch Cölln. Karte von Cölln

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Beschreibung  panorama

Cölln

POI: 52.513333, 13.404722
Cölln war eine auf einer Spreeinsel gelegene Stadt, die dem alten Berlin gegenüberlag. Im Spätmittelalter wuchsen beide Städte zur Doppelstadt Berlin-Cölln zusammen und entwickelten sich später zur heutigen Stadt Berlin. Im Jahr 1237 wurde Cölln erstmals urkundlich erwähnt; dieses Jahr galt als Grundlage für die Stadtjubiläen 1937 (700 Jahre) und 1987 (750 Jahre), obwohl die einzig erhaltene Bestätigungsurkunde erst von 1238 datiert und in ihr nur Cölln, nicht aber Berlin erwähnt wird.
Bewohner und Wirtschaft
Ortsmittelpunkt von Cölln war der Petriplatz mit der im Zweiten Weltkrieg beschädigten und 1964 abgetragenen Petrikirche an der Gertraudenstraße und dem Cöllnischen Rathaus an der Brüderstraße. An der Petrikirche wirkte Pfarrer Simeon von Cölln, der 1237 als Urkundszeuge bei der Beendigung des Brandenburger Zehntstreits auftrat. Das Petrus-Patrozinium der Pfarrkirche von Cölln findet sich auch am Dom von Brandenburg, dem Hauptort der Mark Brandenburg, und am Kölner Dom; dieser Stadtname war vermutlich namensgebend für die Stadt Cölln. Marsilius, der erste Schulze von Berlin, war ein aus dem Rheinland stammender Fernhandelskaufmann. Auch in Cölln waren die Fernhandelskaufleute die wichtigste Bevölkerungsgruppe, mit Häusern in der Breiten Straße, am Spreeufer, gut geeignet für das Anlegen von Schiffen als den günstigsten Transportmitteln. Die durch den populären Buchtitel Vom Fischerdorf zur Weltstadt (Adolf Streckfuss, Berlin 1864) verbreitete Vorstellung, Cölln sei aus einem slawischen Fischerdorf entstanden, gilt in der heutigen Landesgeschichtsforschung als widerlegt, da bisher keinerlei spätslawischen Siedlungsspuren in Cölln gefunden wurden. Der älteste archäologische Beleg, ein Holzbalken in einem Keller eines Fernhandelskaufmanns in der Breiten Straße, hat ein Dendrodatum von „um 1170“. Der älteste Beleg am ehemaligen Dominikanerkloster datiert auf „1198 (Waldkante)“, am Petrikirchplatz auf „1212 ±10“. Da das Cöllner Wappen den brandenburgischen Adler zeigt und die Pfarrkirche das gleiche Patrozinium wie der Dom von Brandenburg hat, liegt eine Gründung Cöllns durch den Markgrafen nahe, als Ergänzung oder Gegengründung zu Berlin. Auf Berliner Seite war die Nikolaikirche der Ortsmittelpunkt. Da Nikolaus der Schutzheilige der Kaufleute ist, wird eine Gründung Berlins durch Fernhandelskaufleute angenommen, wie es für Ortskerne mit Nikolaikirchen typisch ist. Der Mühlendamm staute das Wasser, das die Mühlen antrieb. Der Transport von Waren über den Mühlendamm, offenbar aus handelspolitischen Gründen gezielt angelegt als Alternative zum bisherigen Spreeübergang in Köpenick auf der Verbindung zwischen Frankfurt (Oder) und Magdeburg, sowie der Wassertransport über Elbe und Havel von den Hansestädten her, zwangsläufig endend am Mühlendamm, brachte im Zusammenhang mit dem Niederlagsrecht Handelszölle ein. Der durch die Kaufgeschäfte (vor allem Berliner Roggen und Bauholz aus den umliegenden dörflichen Rodungen) wachsende Reichtum der beiden…   ... (Deutsch)
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