Panorama von Esenshamm. Virtuelle Tour durch Esenshamm. Karte von Esenshamm

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Beschreibung  panorama

Esenshamm

POI: 53.448557, 8.440203
Das Dorf Esenshamm gehört zu der Stadtgemeinde Nordenham im niedersächsischen Landkreis Wesermarsch. Zum Dorf werden auch die Orte Esenshammer Altendeich, Esenshammer Oberdeich, Esenshammergroden, Butterburg, Havendorf und Bulterweg gezählt. Der Ortsname Esenshamm setzte sich erst vor ca. 300 Jahren durch, vorher war der Ort als Esemissen, Esensem oder auch als Esenshaim bekannt. Wahrzeichen des Dorfes ist die von 1300 bis 1352 erbaute Kirche, die der friesische Häuptling Hayo Husseken als Festung für sich und als Zufluchtsort für einige Vitalienbrüder ausbaute und nutzte. Esenshamm gilt als eine Hochburg der Friesensportarten Boßeln und Klootschießen.
Geschichte
Mittelalter
Wann sich das heutige Esenshamm gebildet hat, ist unbekannt. Vermutlich entstand der Ort durch die Verbindung mehrerer Sommerdeiche im zehnten bis elften Jahrhundert. Esenshamm gehörte im Mittelalter zur autonomen friesischen Landesgemeinde Rüstringen, der terra Rustringie. Nach außen hin wurden die Landesgemeinden durch die redjeven vertreten. Im Juni 1220 schlossen 16 Rüstringer Vertreter einen Vertrag mit der Stadt Bremen, um die Rechtssicherheit zu erhöhen und den Handelsverkehr zu regeln. Zu ihnen gehörten auch Boyco de Haventhorpe (Havendorf) und Everardus de Esmundeshem (Esenshamm). Den Höhepunkt als regionales Machtzentrum auf der Butjadinger Halbinsel erlebte Esenshamm unter dem Häuptling Hayo Husseken, der als ein mächtiger Edelmann seiner Zeit galt, vermutlich aber seinen Reichtum der Zusammenarbeit mit den Vitalienbrüdern verdankte, denen er seinen Grund und Besitz als Basis für Angriffe auf die Handelsschiffe der Hanse zur Verfügung stellte. Hayo Husseken ließ zu seinem Schutz die neu erbaute Esenshammer Kirche zur Wehrkirche ausbauen und einen breiten Wehrgraben um sie herum anlegen. Seine Heirat mit der Adeligen Jarste Wiemken sicherte ihm die Gunst von Edo Wiemken dem Älteren, einem der einflussreichsten friesischen Häuptlinge aus dem Geschlecht der Papinga. Husseken schloss Bande mit den anderen regionalen Häuptlingen, wie Lübbe Ommeken, Didde Eggesen zu Golzwarden, Ebke Kampes zu Blexen oder auch die Häuptlinge Ede und Ebke Herings. Diese Häuptlinge, vorwiegend Bierbauern, wandten sich aber bereits um 1380 wieder von Hayo Husseken ab und unterwarfen sich teilweise den Bremern. Zum Fall Esenshamms kam es zwischen 1380 und 1384, als Husseken Wiemkens Schwester Jarste verstieß (angeblich wegen ihrer „unendlichen Hässlichkeit“) und seine Geliebte heiratete. Edo Wiemken soll vor Wut rasend gewesen sein und willigte in ein Bündnis mit Oldenburg und Bremen ein. Das Bündnis formierte ein großes Heer, welches mit enormer Belagerungsmaschinerie und Blieden (großen Steinschleudern) bestückt war. Dem Heer standen außerdem neben 1000 Kavalleristen auch noch dieselbe Zahl Fußvolk zur Verfügung. Während sich auf dem Marsch auf Esenshamm alle Häuptlinge südlich von Rodenkirchen ergaben und ihre Wehranlagen preisgaben, verbündete sich der abtrünnige Lubbe Onneken…   ... (Deutsch)
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