Panorama von Abbenfleth. Virtuelle Tour durch Abbenfleth. Karte von Abbenfleth

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Beschreibung  panorama

Abbenfleth

POI: 53.671667, 9.488056
Abbenfleth liegt in Niedersachsen an der Unterelbe etwa 60 km nordwestlich von Hamburg und gehört heute zur Stadt Stade. Im Süden grenzt es an die Ortschaften Bützfleth und Kreuel, im Norden an die Ortschaft Barnkrug, im Osten liegt die Elbe und im Westen die kleine Ortschaft Depenbeck.
Geschichte
Die erste schriftliche Erwähnung datiert zurück vor das Jahr 1124, als Markgraf Rudolf I. dem Kloster Harsefeld eine Hufe Land in Abbenfleth schenkte. Neuesten Erkenntnissen zufolge wurde Abbenfleth bereits 1000 Jahre früher besiedelt und ist demnach 2000 Jahre alt. Dies belegen zufällig im Jahre 2008 entdeckte Fundstücke. Gefunden wurden ein gut erhaltener Lehmofen und Reste von Haushaltsgegenständen: Scherben von Wasserkrügen oder Vorratstöpfen. Die Scherben stammen aus dem Zeitraum 0 bis 375 nach Christus, der römischen Kaiserzeit in Norddeutschland. Bislang lautete hingegen die gängige Meinung, die Elbmarsch sei erst seit dem 12. Jahrhundert besiedelt gewesen. In den letzten Jahrhunderten lebten die Menschen im kleinen Dorf in der Regel von der Seefahrt oder der Landwirtschaft. 1823 hatte der Ort 162 Einwohner, 1939 323. Bevor Abbenfleth am 1. Juli 1972 mit Bützfleth zu Stade kam, war es ehemals ein eigenes Dorf mit einer Volksschule, dem Abbenflether Fährhaus und einem Hafen. Im Nordwesten gehört zu Abbenfleth die preußische Festung Grauerort, die, im 19. Jahrhundert als Elbfestung an strategischer Stelle erbaut, nie in Kriegshandlungen verwickelt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde hier Munition entschärft, heute wird sie als historischer Ort wiederhergerichtet und dient gelegentlich als Ort für Veranstaltungen. Auf dem ehemaligen Elbausleger der Festung existierte lange das Panoramalokal „Klein Helgoland“, das von Ausflugsschiffen aus Hamburg angefahren wurde. Es wurde abgebaut und dient heute dem Bützflether Schützenverein als Vereinsheim. Baden ist in der Elbe erst seit Ende der neunziger Jahre wieder möglich. Bis dahin galt ein Badeverbot, Auslöser dafür war die andauernde Belastung des Wassers durch elbansässige (Chemie-)Konzerne in Ost- und Westdeutschland sowie Osteuropa. Zum Deichschutz wurde der Elbstrand durch Aufspülung erweitert, heute ist er im Sommer ein gut besuchtes Ausflugsziel. Der Hafen dient nach traditionsreicher Seefahrtgeschichte heute hauptsächlich noch Seglern und Wassersportlern.
Infrastruktur
Der Hauptteil des Dorfes liegt an der Hafenstraße, die vom Obstmarschenweg im Westen bis hin zum Hafen im Osten führt. Auf der Hälfte dieser Straße zweigt sich nach Norden die Schanzenstraße ab, sie führt zur Schanze, der Festung "Grauerort" also, und nach Süden die Feldreihe. Am Hafen, kurz vor den Deichlücken, zweigt sich nach Norden die Elbstraße ab, sie führt schließlich entlang des Deiches Richtung Barnkrug und passiert auch die Festung "Grauerort", nach Süden führt die Deichstraße Richtung Bützfleth. Es gibt in Abbenfleth einen Tierarzt, einen Reitstall, ein Café und eine historische Festungsanlage, die einerseits…   ... (Deutsch)
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