Panorama von Zastávka. Virtuelle Tour durch Zastávka. Karte von Zastávka

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Beschreibung  panorama

Zastávka

POI: 49.191111, 16.358056
Zastávka, bis 1920 Boží Požehnání (deutsch Segen Gottes) ist eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt 18 Kilometer westlich des Stadtzentrums von Brno und gehört zum Okres Brno-venkov.
Geographie
Zastávka befindet sich im Osten der Böhmisch-Mährischen Höhe im Jaispitzer Hügelland (Jevišovická pahorkatina) am Übergang zum Bobrawa-Bergland (Bobravská vrchovina). Der Ort liegt am Flüsschen Habřina, welches unterhalb von Zastávka in die Bobrava einmündet. Nördlich erhebt sich der Velký Okrouhlík (454 m) und im Nordosten der Velehrádky (383 m). Durch Zastávka führt die Staatsstraße 23. Nachbarorte sind Říčky und Okrouhlík im Norden, Říčany und Ostrovačice im Nordosten, Rosice im Osten, Babice im Süden, Zakřany im Südwesten, Vysoké Popovice und Příbram im Westen sowie Zbraslav und Litostrov im Nordwesten.
Geschichte
Der Ort ist einer der jüngsten in der Umgebung von Brünn. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts befand sich an seiner Stelle eine namenlose Tränke. 1775 bestand am Wegekreuz zwischen Rosice, Ivančice, Náměšť nad Oslavou und Velká Bíteš die Ausflugswirtschaft „Zastawka“. Die eigentliche Geschichte des Dorfes begann mit der Entdeckung der Steinkohlenlagerstätten im Rossitz-Oslawaner Becken. Am 23. September 1769 erfolgte der erste Kohlenfund auf dem Gebiet von Zastávka. Nach der am 3. August 1787 vom Domänenamt Rossitz an die k.k. Kanalbau- und Bergwerks-Direktion zu Wien erteilten Schurfkonzession begann im Jahre darauf im Marienthal der Steinkohlenbergbau auf der Zeche Schodowa. 1801 erwarb Ferdinand Thomoser die Bergbaurechte und verkaufte sie zwei Jahre später an den Brünner Großhändler Johann Ernst Ritter von Herring. Dieser begründete noch 1803 die Bergbaugesellschaft Ritter Herring u. Comp. 1825 stand außer dem Gasthaus Zastawka nur eine Chaluppe. Um 1840 war eine Ansiedlung von etwa 50 Einwohnern entstanden. Der zuvor im schlesischen Steinkohlenrevier tätige Bergbauingenieur Ferdinand Rittler führte neue Abbaumethoden ein; dadurch wurden die Steinkohlenbergwerke im Rossitzer Revier zu den modernsten der Monarchie. Auf Initiative von Johann Ritter Herring und des Zbeschauer Bergbauunternehmers Anton Rahn wurde die private Brünn–Rossitzer Eisenbahngesellschaft gegründet, die 1852 mit dem Bau der Eisenbahnstrecke Brünn–Strelitz–Rossitz–Segen Gottes begann. 1853 entstand eine Bergarbeitersiedlung, die alte Siedlung. 1855 war die Eisenbahnstrecke vollendet; am 2. Januar 1856 fuhr der erste Kohlenzug über Brünn nach Wien und am 1. Juli 1856 wurde der Personenverkehr aufgenommen. Zwischen 1859 und 1862 ließ Johann Ernst von Herring die Rossitzer Eisenwerke in Segen Gottes errichten. Die Eisenhütte, die mit Steinkohlenkoks aus den örtlichen Zechen befeuert wurde, trug zum weiteren Aufschwung des Unternehmens bei. Zu den Anteilseignern der Eisenwerke gehörten neben Herring noch mehrere Brünner Textilfabrikanten sowie die Belgier Gabriel Alfons Fürst Chimay, Jean Débatty und Alfred Devalle. Für die Hüttenleute entstand 1862 die Hüttensiedlung…   ... (Deutsch)
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