Panorama von Žižkov. Virtuelle Tour durch Žižkov. Karte von Žižkov

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Beschreibung  panorama

Žižkov

POI: 50.086944, 14.468889
Žižkov (deutsch: Zischkaberg, Žižkow, Zizkow, 1939–1945 Veitsberg) ist ein Stadtteil von Prag (Tschechien) und befindet sich östlich vom Zentrum. Es gehört verwaltungstechnisch zum Bezirk Praha 3 und ein kleiner Teil zu Praha 8. Benannt ist der Stadtteil nach dem Hussitenanführer Jan Žižka.
Charakter
Žižkov ist eine Miethaussiedlung aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Die Straßen sind eng und steil abfallend. Wegen der relativ günstigen Mieten und der Nähe zum Zentrum hat sich Žižkov seit den 1990er Jahren zu einem Zentrum der Prager Künstler- und Kneipenszene entwickelt.
Geschichte
Von dem gewaltigen Wachstum Prags im 19. Jahrhundert profitierte auch das damalige kleine Dorf Žižkov. Die Gemeinde, die früher nur vom Weinbau an den Hängen des St. Veitsberges lebte, konnte endlich einen Vorteil ihrer Nähe zu Prag ziehen. Der Aufbau, der Ende des 19. Jahrhunderts begann, steigerte sich sehr schnell. 1920 war bereits fast das ganze Gebiet bebaut, nur noch im Ortsteil Ohrada wurde neu gebaut. Das Viertel wurde an das Straßenbahnsystem angeschlossen. In den 1970er Jahren begann die kommunistische Regierung mit Überlegungen den Stadtteil komplett umzubauen. Die engen Straßen sollten verbreitet werden, die Mietshäuser durch Plattenbauten ersetzt werden. Diese Planungen wurden jedoch immer wieder verschoben und nach dem Umsturz im Jahre 1989 verworfen. Auch wenn nach der Samtenen Revolution einige Häuser renoviert wurden, änderte sich am Aussehen des Stadtviertels nicht viel. 1991 hatte der Ort 61286 Einwohner. Im Jahre 2001 bestand Žižkov aus 2358 Wohnhäusern, in denen 55401 Menschen lebten.
Besondere Bauten
Das bekannteste Bauwerk ist der Fernsehturm Žižkov. Er befindet sich an der Grenze zwischen Žižkov und Vinohrady im Mahler-Park und wurde 1992 in Betrieb genommen. Er ist der Öffentlichkeit zugänglich und bietet einen guten Blick auf Prag. Auf dem Sladkov-Platz befindet sich die Kirche des Hl. Prokop und im Gemeindegebiet eine Ökonomische Hochschule. Auf dem Veitsberg (tschechisch: Vítkov), der Jan Žižka zu Ehren in Vrch Žižkov umbenannt worden ist, befindet sich das 1950 eingeweihte Jan-Žižka-Denkmal. Das 9 m hohe und 16,5 Tonnen schwere Monument gilt als eine der größten Reiterstatuen der Welt. Die Idee zu diesem Monument entstand schon 1877, jedoch wurde mit dem Bau erst 1928 begonnen. Eine für 1938 geplante große Einweihungsfeier fiel wegen des Münchner Abkommens aus, sodass die Anlage erst nach dem Zweiten Weltkrieg fertiggestellt wurde. Jedoch missbrauchten die kommunistischen Machthaber den ursprünglichen Gedanken. Sie ließen 1953 den verstorbenen Staatschef Klement Gottwald einbalsamieren und errichteten ihm in dem Denkmal ein Mausoleum. Die Einbalsamierung Gottwalds misslang, die Leiche wurde 1962 entfernt und verbrannt. Das Monument gehört wegen seiner Geschichte zu den unbeliebtesten Denkmälern Prags. Am Fuß des Veitsberges befindet sich das Armeemuseum (Armádní muzeum), das die Geschichte der tschechoslowakischen Armee und des…   ... (Deutsch)
Andere Sprachen
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