Panorama von Albeř. Virtuelle Tour durch Albeř. Karte von Albeř

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Beschreibung  panorama

Albeř

POI: 49.027305, 15.132279
Albeř (deutsch Albern) ist ein Ortsteil der Stadt Nová Bystřice. Er befindet sich zwei Kilometer nordöstlich von Nová Bystřice und gehört zum Okres Jindřichův Hradec. Der Ort ist als ein Längsangerdorf angelegt.
Geographie
Der Ort erstreckt sich zwischen dem Kamenný vrch (Steinberg, 674 m) und den Ausläufern des Křížový vrch (Kreuzberg, 646 m) entlang des Baches Dračice auf dem Gebiet des Naturparks Česká Kanada. Nordöstlich liegt der Teich Osika (Aspateich). Nachbarorte sind Dobrá Voda, Hůrecké Samoty und Hůrky im Norden, Terezín, Klenová und Blato im Nordosten, Klášter im Osten, Mýtinky im Südosten, Artolec im Süden, Nová Bystřice im Südwesten, Ovčárna im Westen sowie Hradiště und Potočná im Nordwesten.
Geschichte
Die erste Erwähnung des Ortes erfolgte in einer Schenkungsurkunde aus dem Jahre 1175. In der Urkunde wurden diese Ländereien einem Graf Albero aus dem Orden der Johanniter übereignet, welcher der Namensgeben für den Ort sein dürfte. Zuerst bei der Herrschaft Landstein, kam der Ort im Jahre 1487 an die Herrschaft Neubistritz, bei welcher er bis 1848 verblieb. Die Matriken des Ortes werden seit dem Jahre 1664 geführt. Im Jahre 1713 lebten im Ort 32 Bauernfamilien und 4 Häusler. Theresia von Trauttmannsdorff ließ im Jahre 1811 im Osten von Albern ein Eisenwerk samt Hochofen, Schmelzhütte und drei Zechhäusern errichten. Das Werk war jedoch nicht rentabel, da das Erz aus dem Wölkingtal transportiert werden musste und eine große Menge von Buchenholz benötigte. Es wurde 1855 geschlossen und stattdessen ein Sägewerk errichtet. Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften bildete Albern ab 1850 eine Gemeinde in der Bezirkshauptmannschaft Neuhaus. In dieser Zeit erhält Albern auch eine Eisenbahnhaltestelle der lokalen Schmalspurbahn von Neubistritz nach Neuhaus. Um 1900 wird auch das Sägewerk geschlossen und zu einer Baumwollweberei umgebaut. Inzwischen arbeitet fast der gesamte Ort für die "k.k. private Tuchfabrik", welche Militärtuche herstellt. Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Friedensvertrag von Saint Germain wurde der Ort 1919, dessen Bewohner im Jahre 1910 fast ausschließlich Deutschmährer waren, Bestandteil der neuen Tschechoslowakischen Republik. Nach dem Münchner Abkommen kam der Ort 1938 an das Deutsche Reich und wurde ein Teil des Reichsgaues Niederdonau. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges (8. Mai 1945) - der 31 Opfer unter den Bewohnern von Albern forderte - wurden die im Münchener Abkommen an Deutschland übertragenen Territorien wieder der Tschechoslowakei zugeordnet. Am 28. Mai 1945, zeitgleich mit den umliegenden Orten, wurden 586 Ortsbewohner durch ortsfremde militante Tschechen über die Grenze nach Österreich wild vertrieben. 29 Personen verblieben im Ort. Alles private und öffentliche Vermögen der deutschen Ortsbewohner wurde durch das Beneš-Dekret 108 konfisziert. Die katholische Kirche in der kommunistischen Ära enteignet. Eine Restitution ist seitens der Tschechischen Republik nicht erfolgt. Von den Vertriebenen…   ... (Deutsch)
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